GartenPerspektiven

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   2016

Was kostet eine naturnahe Begrünung im Vergleich zu einer konventionellen?

Das ist die meist gestellte Frage

 

 

Aber da kann ich Sie beruhigen. Es geht nämlich Beides:

Etwas Gutes für Natur und Artenschutz tun und dabei noch viel Geld sparen.

 

Wer nur wenige finanzielle Mittel für ein Projekt zur Verfügung hat – z.B. die meisten Schulen und Kindergärten – kann mit einer naturnahen Begrünung nur gewinnen und dabei viel Geld sparen. Wie ist das möglich? Indem Einzelpersonen (Eltern, Lehrer, Kinder …), Gruppen und Firmen (Vom Chef bis zum interessierten Firmenmitarbeiter) in das Projekt mit eingebunden werden.

 

Gleich zum Kostenvergleich

Auf diesen Mitmach-Baustellen kann jeder immer etwas Neues dazu lernen und es fördert die Gemeinschaft ungemein.

 

Das Einsparpotenzial ist in der Regel so hoch, dass sich Projekte realisieren lassen, die in einer angespannten Finanzlage unmöglich wären.

Mitgliedsbetrieb im Verein

Beispiel – Umgestaltung eines Pausenhofs/Eingangsbereich einer Grundschule

Bereits im Vorjahr wurde der Innenhof an dieser Grundschule neu gestaltet – jetzt folgte der Eingangsbereich. Mit Hilfe der Eltern | Lehrer | Kinder können erste Kosten gespart werden und außerdem macht so eine gemeinsame Aktion auch noch Spaß. Diese Beete, einschließlich Sitzpodest aus Holz, wurden in nur 2 Tagen angelegt und werten den vorher tristen und komplett versiegelten Pausenhof auf. Dort, wo heute die Autos stehen, soll der Hof im selben Stil noch weiter aufgewertet und begrünt werden. Ein Gewinn für Schule und Schüler… Hier wird es im nächsten Frühjahr blühen und der graue, versiegelte und trostlose Pausenhof wird auf Dauer verschwinden.

Durch Benutzerbeteiligung  bzw. persönliches Engagement, können bis zu 55 % an Baukosten eingespart werden. Auch die Pflege kommt wesentlich günstiger

Mit einer naturnahen Begrünung und Gestaltung von Natur-Erlebnisräumen gewinnt man enorm, da diese Anlagen nicht nur Natur und Tierarten schützen und schonen, sondern sie schauen auch schöner aus und sind kreativer als jede herkömmliche Lösung (In der Regel: komplett versiegelte Flächen oder Einheitssträucher und Rasenflächen).

Omicron - naturnah begrünter Innenhof

Omicron - naturnah begrüntes Dach

Und noch ein wichtiger Aspekt für Unternehmen

 

Firmen repräsentieren sich auch nach Außen. Nicht nur ein "stylisches" Gebäude, sondern auch ein schön gestalteter Eingangsbereich oder Firmengelände hinterlassen positive Eindrücke bei ihren Kunden, ist sozusagen auch eine Visitenkarte. Daran denken viele Unternehmen nicht.

Die Firma Omicron (Sitz in Österreich) geht hier mit leuchtenden Beispiel voran. Sie begrünt ihr gesamtes Firmengelände naturnah und schafft, z.B. für Mitarbeiter und Kunden Erholungsräume auf dem Dach (mit Kletterwand) und um das komplette Firmengelände herum.

 

Mit Benutzerbeteiligung schafft man nicht nur Sachwerte, sondern auch Wertschätzung gegenüber dem, was man "mitgestaltet" hat. Dadurch wird auch ein neues Bewusstsein für Natur und Umwelt gefördert.

Durchschnittswerte | Mittelwert aus dem Bau von 37 Natur-Erlebnisräumen (Ausstattung)

 

  • Gestaltete Spiellandschaft mit Hügeln und Tälern
  • Naturnahe Wege und Plätze (nicht versiegelt)
  • Naturmaterial als Spielgerät
  • Vereinzelte technische Spielgeräte
  • Grosser Artenreichtum an
  • heimischen Stauden, Blumenwiesen, Säumen, Gehölzen

Durchschnittswerte der Grünflächenämter Deutschlands

 

  • Standardausstattung mit versiegelten Flächen
  • Eingegrenzte Sandspielflächen
  • Viele technische Spielgeräte
  • Stereotype Bepflanzung oft mit nicht-heimischen Arten
  • Wenige Pflanzenarten

 

Gesamtkosten pro Quadratmeter in Euro

Kindergarten

Spielplatz

Schulanlage

Durchschnitt

Herstellungskosten bei konventionellen und Natur-Erlebnisräumen im Vergleich*

In der linken Spalte sind die Daten der Grünflächenämter Deutschlands angegeben

Das sind sozusagen die offiziellen Zahlen, mit denen Kommunen kalkulieren und bauen.

Die rechte Spalte zeigt die Werte seiner Projekte

Die Durchschnittskosten variieren in Abhängigkeit vom Bautyp:

19

21

27

22

Kindergarten

Spielplatz

Schulanlage

Durchschnitt

54

52

46

51

Kosteneinsparung durch Natur-Erlebnisräume

Kindergarten     65 %

Spielplatz          59 %

Schulanlage      41 %

Durchschnitt     55 %

Das fehlende oder knappe Budget war bei keinem der Projekte ein wirkliches Problem

 

Ganz im Gegenteil: Viele Projekte sind gerade deswegen realisiert worden, weil sie im Vergleich zu konventionellen Anlagen weniger kosten. Das ist in diesen Zeiten des Jammerns und Wehklagens doch endlich mal eine gute Nachricht.

 

* Die Zahlen basieren auf den Berechnungen von Dr. Reinhard Witts Projekten, die er in den letzten 20 Jahren umgesetzt hat (1995 bis 2013). Beim Kindergarten spart man z.B. bis zu 65 %, bei Schulhöfen 41 % und bei Spielplätzen 59 % ein. Das alles sind nur Mittelwerte – einzelne Projekte können darüber und darunter liegen.

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